Macht es eurem Hochzeitsfotografen nicht schwerer, als nötig. Was ihr tun könnt um für optimale Bedingungen zu sorgen,erfahrt ihr im Folgenden.

Kontaktaufnahme

Ihr könnt euch bereits durch eine Kleinigkeit beim Hochzeitsfotografen beliebt machen. Teilt ihm direkt vor dem ersten Gespräch (vll. per E-Mail) folgende Informationen mit:

  1. Wann ist die Hochzeit?
  2. Wo ist die Hochzeit?
  3. Wie lange darf er euch fotografieren?
  4. Wie sind eure Vorstellungen/Wünsche?
  5. Warum habt ihr ihn ausgesucht?
  6. Wie viel Budget habt ihr eingeplant?
  7. Wie kann er euch am besten erreichen?

Wenn ihr euch zum Zeitlichen noch keine Gedanken gemacht habt, so berät er euch natürlich gerne. Beim Budget bitte daran denken, dass die Hochzeitsfotos noch in vielen Jahren eure einzigen Erinnerungen sind. Die Hochzeitstorte ist bereits nach einer Stunde weg, oder wird nur zum Teil gegessen. Wichtig ist, dass ihr bereits zu Beginn alle wichtigen Informationen mitteilt, damit auch von Seiten des Fotografen ein erster Eindruck und eine vorläufige Planung vorgenommen werden kann.

Der nächste Part der Kontaktaufnahme wäre der

Persönliche Kontakt

Dieser ist für beide Seiten sehr wichtig, damit man sieht, ob man sich überhaupt sympathisch ist. Ob es nun bei euch Zuhause, in einer Bar oder ein Telefonat ist:

Die Form der Kontaktaufnahme bleibt jedem selbst überlassen.

Ablaufplanung

Leider passiert es doch hin und wieder, dass das Brautpaar plötzlich am Hochzeitstag sagt, dass es noch eine Überraschung gibt, von der keiner zuvor etwas weiß. Für die Gäste hoffentlich interessant, für den Hochzeitsfotografen ganz und gar nicht. Denn jetzt kann alles passieren: Vom Elefanten, der durch die Tür kommt, bis zum Auftritt von Florian Silbereisen.

Denkt daran: Wir alle haben nichts von schlechten Fotos. Darum solltet ihr dem Hochzeitsfotografen alle Informationen im Vorfeld mitteilen. Er wird auch ganz sicherlich nichts verraten und wäre es nicht toll, wenn ihr die Überraschung auch noch spitzenmäßig fotografiert hätten?

Zeit

Für eine anständige Hochzeitsreportage benötigt es Zeit. Sehr häufig kommt der supertolle Spartipp doch nur die “wichtigsten Fotos” vom Profi machen zu lassen und den Rest von einem Familienmitglied oder mit den Einwegkameras. Dazu ein Hinweis aus langjähriger Erfarung: In der Regel läuft es so ab, dass sich die Kinder, oder die, die den höchsten Pegel haben, die Einwegkameras schnappen und munter drauflos knipsen. Die Erwachsenen sind keine Profifotografen und machen entweder wacklige oder eben unprofessionelle Bilder. Es kam auch schon vor, dass sie vor lauter Gerührtheit von den Feierlichkeiten, die entscheidenden Momente wie z.B. den Brautstraußwurf, Kuchen anschneiden, Hochzeitstanz, etc verpassten. Desweiteren habe ich schon oft von Brautpaaren gehört, die keinen Fotografen hatten, dass Sie nicht wussten in welche Kamera sie gucken sollten und nie sicher waren ob nun jemand fotografiert oder nicht.

Bilder zum Mitnehmen

“Guck mal Schatz, der bietet an, die Fotos direkt nach der Hochzeit auf CD zu brennen und uns am selben Abend noch mitzugeben.” Klingt gut, hat aber einen Haken: zum einen spart der Fotograf dadurch viel Arbeit, wofür ihr bezahlet und zum anderen sind die Hochzeitsbilder dann unbearbeitet und wirken oftmals “flach und leblos”. Das hat dann nichts mit professioneller Hochzeitsfotografie zu tun. Anders natürlich, wenn er eine zusätzliche Person hat, die im stillen Kämmerlein die Fotos direkt bearbeitet. Was aber Aufgrund der geringen Zeit nur mit ein paar ausgewählten Fotos möglich ist.

Die Posen

Viele Brautpaare machen den “Fehler” und verlangen vom Hochzeitsfotografen bestimmte Posen, Situationen, Bildausschnitte, etc. nur weil sie es auf einem Bild gesehen haben und toll fanden. Wenn ihr das macht, werdet ihr wahrscheinlich enttäuscht werden. Jede Hochzeit hat ihre eigene Dynamik und Situationen die nicht planbar sind. Und bitte bedenkt auch, dass ihr in Deutschland nicht dieselben Bilder machen könnt wie in Florida. Wenn euch also die Fotos der Freundin gefallen haben, die in Florida geheiratet hat zur schönsten Wetterlage am Strand, eure Hochzeit aber im Winter, abends wenn es dunkel ist, stattfindet, erwartet nicht dieselben Bilder. Das ist nicht möglich. Ihr werdet andere schöne Bilder bekommen, aber nicht dieselben wie in Florida.

Dies gilt natürlich nur, wenn ihr dynamische Fotos haben möchtet. Solltet ihr lieber die “klassischen Bilder” bevorzugen ist es sogar von Vorteil eine Motivliste anzufertigen. In beiden Fällen ist diese für die Familienbilder von Vorteil, damit niemand vergessen wird.

Übrigens bieten viele Fotografen auch die Möglichkeit eines Vorabshootings, um sich aufeinander einzustellen.

Eure Freunde immer dabei

Es ist viel schöner für euch und sieht auf den Fotos besser aus, wenn bereits morgens beim fertigmachen, ein paar enge Freunde dabei sind und mit euch die Aufregung teilen. Auch ihr werdet euch in diesen Situationen wohler fühlen. Dies sieht man im Nachhinein auf den Bildern.

Beim Fotoshooting ist dies allerdings in der Regel wieder ein störender Faktor. Wirklich intime Bilder entstehen nicht, wenn eure Klicke dabei ist.

Kleidung der Dienstleister

Bittet darum, dass auch die Visagistin, oder der Friseur sich schick macht, da es auf Fotos nicht schön aussieht wenn diese im Trainingsanzug abgebildet sind.

Kleidung des Fotografen

Wie schon häufiger gehört und gesehen ist es bei vielen Hochzeitsfotografen nicht üblich sich einigermaßen vernünftig anzuziehen. Da wird dann doch lieber das (im schlimmsten Fall) dreckige T-Shirt mit dem Firmennamen angezogen als ein Anzug oder ein Hemd. Während der Portraits vielleicht noch nachvollziehbar – je nach Wetterlage und Location. Bei der Zeremonie und während der Feier für mich zumindest nicht mehr. Sprecht dies vorab an!

Nutzungsrechte, Urheberrecht und Co. / Wem gehören eigentlich die Bilder?

Es gibt in der Hochzeitsfotografie zwei grundlegende Geschäftsmodelle

Nummer 1

Der Anfangspreis des Hochzeitsfotografen ist sehr niedrig (oftmals 199 Euro) für den gesamten Tag und im Kleingedruckten steht, dass ihr jedes Foto einzeln erwerben müsst, beispielsweise zu einem Preis von z.B. 10 Euro.
Dieses Geschäftsmodell stammt noch aus Zeiten, zu denen es keine Digitalkameras gab. Einige Hochzeitsfotografen nutzen es allerdings noch heute. Leider erfahren viele Brautpaare erst nach der Hochzeit davon, weil sie sich nicht richtig informiert haben. Sollte das Brautpaar als Beispiel 50 Bilder haben wollen, wären das bereits 500 Euro zusätzlich. Diese wären dann allerdings nur auf Papier. (Adieu Facebook) Scannen funktioniert aufgrund des Spezialpapiers auch nicht und jeder weitere Abzug müsste wieder für 10 Euro gekauft werden. Das summiert sich.

Nummer 2

Beim zweiten Geschäftsmodell zahlt ihr einen höheren Anfangspreis (Bsp. 2200 Euro) für den gesamten Tag und erhaltet die Bilder hochauflösend auf einem USB Stick, die ihr so oft ausdrucken könnet wie ihr wollt. Somit entstehen keine Mehrkosten für euch. (Außer die Materialkosten, die z.B. eine Entwicklung kostet.)

Wichtig ist auch, dass ihr auf die Nutzungsrechte der Bilder achtet und, was der Fotograf mit den Fotos machen darf. Möchtet ihr, dass er sie für Eigenwerbung auf seiner Webseite verwendet? Oder dass er sie an Bildagenturen verkauft? Klärt dies ab!

Spartipps

Die Hochzeitsfotografie ist eine der anspruchsvollsten und materialaufwendigsten Bereiche der Fotografie. Kein seriöser Dienstleister wird es zu einem Spottpreis anbieten. Wenn ihr für eine Ganztagesreportage (morgens bis abends) in der Hauptsaison am Wochenende eine dreistellige Summe bezahlt, schuldet der Fotograf euch entweder einen großen Gefallen, oder irgendetwas stimmt nicht. Noch stutziger solltet ihr bei einem Fotografenduo werden, wenn diese es zum selben Preis anbieten. Schließlich müssen die beiden ihre Gage noch teilen.
Wenn ihr sparen wollt, heiratet außerhalb der Hauptsaison (Anfang und Ende des Jahres), oder an einem Wochentag. Da finden vergleichsweise weniger Hochzeiten statt und viele Dienstleister sind dort unter Umständen Komprmissbereiter, was den Preis angeht. Ich weniger, da ich von vornherein faire und realistische Preise anbiete, bei Locations, Caterer, etc. höre ich es aber z.B.  häufiger. Einige Anbieter gewähren auch einen Frühbucherrabatt. Einfach mal anfragen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, je mehr Leistungen ihr bucht, desto günstiger wird es im Verhältniss, da bereits die hohen Fixkosten gedeckt sind.

Viel Erfolg und Freude beim Auswählen des idealen Fotografen!

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