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Hochzeitskolumne Teil 2: Das Grundgerüst der Hochzeitsplanung

Hallo liebes Brautpaar,

heute befassen wir uns mit den Dingen, über die du und dein Partner euch zuerst klarwerden solltet, bevor ihr mit der Hochzeitsplanung anfangt.

Viel Spaß!

Das Grundgerüst der Hochzeitsplanung

Ihr wollt heiraten. Herzlichen Glückwunsch zu dieser wunderbaren Entscheidung und dem liebevollen Bekenntnis zueinander! Jetzt beginnt für dich und deinen Partner eine spannende Zeit – mit viel Liebe (am besten zum Detail) und noch mehr Muße – denn nicht jedes Thema einer Hochzeitsplanung ist Freude bringend.

Das Budget

Bevor ihr mit der Planung anfangt, solltet ihr euch erst einmal ganz in Ruhe überlegen, wieviel Budget ihr bereit seid in eure Hochzeit zu investieren. Plant gegebenenfalls noch ein wenig Puffer nach oben ein, da oftmals doch noch eine Extraleistung hier oder ein kleines Schmankerl da dazukommen.

Kleiner Extratipp

Viele Brautpaare lassen sich Geld schenken und planen die Geschenke ins Hochzeitsbudget mit ein. Rechnet hier lieber tendenziell mit kleineren Beträgen. Es ist immer schöner sich zu freuen, dass die Gäste mehr als erwartet geschenkt haben.
Die Gästeliste

Wer kennt dieses Dilemma nicht? Ihr seid bei der Planung der Gästeliste und plötzlich fallen euch 48 Verwandte ein, auf deren Hochzeiten ihr zwar immer eingeladen werdet, mit denen ihr aber rein gar nichts zu tun habt. Was jetzt? Einladen oder nicht? Ich meine, was werden sie sagen? Was werden eure Eltern davon halten?

Ich stelle meinen Brautparen immer folgende Frage: Angenommen ihr würdet auf Mallorca heiraten, hättet nur sehr begrenzte Übernachtungsmöglichkeiten und müsstet für jeden Anreisenden die Kosten übernehmen. Würdet ihr diese Person dann einladen? Nein? Okay, alles geklärt! 🙂

Was so einfach klingt, ist in der Regel auch ziemlich einfach. Es ist Eure Hochzeit, euer Fest. Warum um Himmels willen solltet ihr Menschen dazu einladen, die euch rein gar nichts bedeuten? Weil man es so macht? Weil es sich gehört?

Weitere Tipps dazu findest du hier.

Wenn ihr nun euer Hochzeitsbudget und die ungefähre Anzahl der Gäste festgelegt habt, seid ihr schon einen großen Schritt weiter.

Der Trautermin

Als nächstes benötigt ihr einen Termin für die Hochzeit. Wenn ihr den gefunden habt und alle bürokratischen Hürden gemeistert sind, wird es anfangen Spaß zu machen. Versprochen.
Kleiner Hinweis zum nachdenken

Stellt euch doch einmal die Frage, ob ihr bereits früh am Morgen anfangen möchtet. Sollte eure Trauung z.B. um 10 Uhr sein und der Empfang gegen 18 Uhr starten, stehst du liebe Braut bereits gegen 6 Uhr auf und bist am nächsten Morgen ungefähr zur selben Zeit im Bett. Meist gibt es dann schon wieder um 11 Uhr oder 12 Uhr Frühstück.

Wie wäre es. z.B. einen späteren Trautermin zu nehmen? Dann könntest du länger schlafen, hast kaum Leerlauf und kein fieses Sonnenlicht, dass euch und eure Gäste die Augen zukneifen lässt auf den Fotos. Hingegen einen wunderschönen Sonnenuntergang und eine herrliche Lichtstimmung auf den Fotos. (Zumindest im Sommer)

Die Location

Nun solltet ihr euch eine Location suchen, die in euer Budget passt, gut zu erreichen ist, entsprechende Übernachtungsmöglichkeiten bietet, eurem Stil entspricht, leckeres Essen bietet und an eurem Hochzeitstag noch verfügbar ist.
Kleiner Extratipp

Sollte das Getting Ready auch fotografiert werden, fragt nach einem möglichst großen, aber vor allem hellen Zimmer mit großen Fenstern. Der Raum sollte hell und freundlich, die Einrichtung in cremigen Tönen und die Wände ebenfalls in hellen Farben wie Beige oder Weiß gestrichen sein. Ebenfalls gut wäre es, wenn die Fenster zum Süden oder Osten zeigen, sodass wir morgens schönes Licht haben.

Des Weiteren sollten du und deine Bridesmaids schöne Spitzen-Roben oder Kimonos tragen. Natürlich ist die Jogginghose das Bequemste, doch bei fotografischer Begleitung nicht zu empfehlen. 😉

Außerdem wäre es toll, den Platz rund um das größte Fenster sauber zu halten. Bügelbretter, Wasserflaschen, Taschen oder Schminke sind alles Dinge, die die Fotos unruhig wirken lassen.
Die wichtigsten Dienstleister

Ebenfalls möglichst frühzeitig, direkt nach der Festlegung des Termins solltet ihr anfangen euch um die wichtigsten Dienstleister zu kümmern. Je nachdem wie eure persönlichen Bedürfnisse sind, sind dies in der Regel der Fotograf und der DJ, (gegebenenfalls noch der Hochzeitsfilmer). Das sind auch die Punkte, wo ihr lieber etwas mehr investieren solltet.

Ihr werdet sehr viel von der Hochzeit vergessen. Eure einzigen Erinnerungen werden die Ringe, die Fotos und gegebenenfalls der Hochzeitsfilm sein. Behaltet dies unbedingt im Hinterkopf.

Des Weiteren ist es absolut notwendig einen für euch passenden – und das kann man nur wiederholen: Einen für euch passenden DJ zu buchen, der zu euch und euren Gästen passt.

Hier findet ihr Tipps, wie ihr den richtigen DJ findet

Abschließende Worte

Nun hast du schon mal einen komprimierten Überblick über die wichtigsten Punkte, über die ihr euch intensiv Gedanken machen und auch wie schon erwähnt, lieber einen Euro mehr investieren solltet.

Alles andere steht und fällt mit euren persönlichen Ansprüchen. Soll die Hochzeitstorte noch eine Verschnörkelung mehr haben? Oder vielleicht doch lieber die Kutsche mit den 4 Pferden vorne vor? Brauchen die Stühle Hussen oder die Gäste ein Gastgeschenk?

Überlegt euch, ob ihr alle Themen alleine angehen wollt, oder ob es eventuell den einen oder anderen Punkt gibt, bei dem ihr Hilfe in Anspruch nehmen möchtet. Sollte dies der Fall sein, dann bietet sich ein Hochzeitsplaner an. Viele Hochzeitsplaner (wie Folke z.B.) bieten auch Unterstützung in Teilbereichen der Hochzeitsplanung und können wunderbare Tipps geben, die euch die Planungszeit versüßen.
Schluss Tipp für heute

Irgendjemand wird immer etwas zu meckern haben. Versucht nicht auf alle einzugehen, sondern schaut, was

1. Für euch!
2. Für einen Großteil der Gäste!

wichtig ist.

Ich wünsche mir, dass eure Hochzeit ganz persönlich wird und damit meine ich nicht die Farbe der Tischdecke. Ich meine wirklich persönlich! Jedes Detail, jede eingeladene Person soll so sehr mit euch verknüpft sein, dass man die Liebe im Raum förmlich spüren kann. Ich wünsche mir, dass Ihr Traditionen hinterfragt und nicht blind tut, was halt alle anderen auch schon so getan haben.